Geschichte mit Herz Wer zwischen Bonn und Köln zuhause ist, kennt sie – die legendäre Rheinbrücke in Beuel, die seit dem 19. Jahrhundert nicht nur als Verbindung zwischen Bonn und Beuel dient, sondern auch als Herzstück Bonner und Beueler Gastlichkeit. Schon damals, als hier ein Hotel die Gäste empfing, war das Haus ein Ort, an dem Geschichten geschrieben wurden. Die Wände könnten so manches erzählen: von rauschenden Festen, von Reisenden, die auf ihrem Weg zwischen den Städten Rast machten, und von den ersten Karnevalisten, die das Haus als Treffpunkt nutzten. Über die Jahrzehnte hat sich die Rheinbrücke gewandelt – mal war sie ein griechisches Restaurant, meist aber eine klassische deutsche Gaststätte, fest verwurzelt in der Tradition von Bonn und Beuel. Heute ist sie mehr denn je ein Symbol für das, was das Rheinland ausmacht: Offenheit, Lebensfreude und die Leidenschaft, Menschen zusammenzubringen. Die Verbindung zwischen Beuel und Bonn ist nicht nur geografisch, sondern auch kulturell und emotional – und die Rheinbrücke steht wie kaum ein anderer Ort für diese Verbundenheit.
Wenn der Karneval die Straßen von Bonn und Beuel in ein buntes Meer aus Kostümen und Musik verwandelt, schlägt das Herz der Jecken besonders laut in der Rheinbrücke. Hier, wo Prinz und Bonna, die Liküra und die Wäscherprinzessin gemeinsam durch das Haus marschieren, wird das Wirtshaus zur Hof- und Hochburg des rheinischen Frohsinns. Die Rheinbrücke ist nicht nur ein Ort, an dem gefeiert wird – sie ist ein lebendiges Symbol für die enge Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen. Jahr für Jahr zieht der Karnevalszug vorbei, prominente Gäste geben sich die Klinke in die Hand; selbst Winni Lombardo lässt es sich nicht nehmen, seine markante Stimme auf eigenen Konzerten in der Rheinbrücke zum Besten zu geben. Die närrische Atmosphäre ist überall spürbar. Ina Harder war vor zwanzig Jahren selbst schon Bonna (zusammen mit Rico Fenoglio), seit 2012 ist sie Vorsitzende des Vereins Beueler Weiberfastnacht und betont als ehemalige Obermöhn das Beueler Ziel, dass jedes Mädchen in Beuel Wäscherprinzessin werden kann. Am Geld soll der Traum nicht scheitern. Die Rheinbrücke und der Karneval gehören einfach zusammen – und wer einmal dabei war, weiß, wie einzigartig und herzlich die Bonner und Beueler Jecken hier feiern.
Mit viel Herzblut und rheinischer Kreativität führen Ina Harder und Winni Lombardo das Gasthaus heute als klassisches Wirtshaus, das Tradition und Innovation vereint. Ina, Ehrenobermöhn, sorgt auch hier dafür, dass das Brauchtum lebendig bleibt. Gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen und dem Konventspräsidenten gelingt es ihr, neue Mitglieder und Finanzgeber zu gewinnen, etwa beim jährlichen Sponsorenempfang, zu dem die Bonner und Beueler Geschäftswelt eingeladen wird.
Die beiden sind echte Macher in der Rheinbrücke: Sie organisieren Konzerte, den beliebten Q-Treff gemeinsam mit Zeyna Saba und Tamaei Meixner zu aktuellen Themen und schaffen es immer wieder, das Haus mit Leben zu füllen – so lockt es auch immer wieder prominente Gäste wie Katja Convents oder Simon Böer an. Ihr Engagement und ihre Innovationsfreude machen die Rheinbrücke zu einem Ort, an dem Tradition nicht nur bewahrt, sondern auch weiterentwickelt wird.
Doch kommen wir nun zum Essen – schließlich wird hier vor allem lecker gekocht. Hier wird Genuss großgeschrieben – und das mit einer geballten Portion rheinischer Schaffenskraft. Besonders innovativ zeigen sich Ina Harder und Winni Lombardo, wenn sie die Idee der rheinischen Tapas auf die Karte bringen. Inspiriert von ihren privaten Besuchen beim Spanier, servieren sie kleine, feine Häppchen aus regionalen Spezialitäten – von dicken Bohnen über daumenhohes Kotelett bis hin zu handgemachten Rouladen und Gulasch – versehen mit griffig witzigen Namen wie „Würfel-Vulkan“, „Nix op de Rippe“ und „Mini-Pferdesauerbraten“. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Metzger Weitz aus Hoholz garantiert beste Qualität, das Schnitzel wird noch selbst geklopft und das Essen frisch zubereitet. Die hausgemachten Spezialitäten von Chefkoch Michael Schreiber kommen so gut an, dass sie sogar als Dauerkonserven im Verkaufsautomaten angeboten werden – ein echter Verkaufsschlager, besonders der Sauerbraten vom Pferd. Saisonale Angebote und Stammgerichte sorgen dafür, dass jeder Besuch zum kulinarischen Erlebnis wird.
Ob jung oder alt, ob Stammgast oder Neuling – die Rheinbrücke ist ein Ort, an dem sich das Leben von Bonn und Beuel in seiner ganzen Vielfalt widerspiegelt. Hier treffen sich die Knoblergruppe, der Skat-Club und bunt gemischte Gäste aus allen Altersklassen. Hochzeiten, Kommunionen und Geburtstage werden im urigen Ambiente gefeiert, und mit Biergarten oder Außenzelt finden bis zu 200 Menschen Platz. Die Rheinbrücke ist mehr als ein Gasthaus – sie ist ein lebendiger Treffpunkt, an dem Gemeinschaft und Gastfreundschaft großgeschrieben werden. Und das bemerkt jeder Gast sofort – Ina und Winni leben ihren Traum mit ganzer Seele und aus vollem Herzen.
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