Travestie-Sängerin Miranda Lord bei einem Bühnenauftritt mit Mikrofon, glitzerndem Bühnenoutfit und langen blonden Locken im violett beleuchteten Showambiente.
Inmitten der beschaulichen Kulisse der bayerischen Kleinstadt Helmbrechts beginnt die Geschichte von Miranda Lordt, bürgerlich Florian Fehrke – einem Self-made Künstler, der mit Leidenschaft und Mut die Grenzen des Gewöhnlichen sprengte. Der glühende Bonn-Liebhaber und Wahl-Kölner folgte früh seiner inneren Stimme, die ihn aus dem bayrischen Heimatort heraus auf eine größere Bühne rief.
In Helmbrechts, wo seine herzliche Familie stets hinter ihm stand, wie er berichtet, hatte er sein Coming Out, und hier machte er auch die ersten Schritte auf seiner selbst gewählten schillernden Bühne.Als er und Freunde 2018 die erste große Show in der Heimatstadt planten, war die Begeisterung allerorten groß – nicht nur bei den Eltern, sondern auch bei der gesamten Gemeinde. Florian und sein damaliges Musik-Ensemble bewarben sich bei dem im Ort etablierten internationalen Festival „Kulturwelten“. Das Festival galt als Plattform für kreative Vielfalt und künstlerischen Austausch und war schon immer ein regionales Highlight. Nach erfolgreicher Bewerbung beim Festival-Büro waren innerhalb von zwei Tagen alle 600 Tickets für Florians Show ausverkauft, die Resonanz überwältigend.

Florians persönlicher emotionaler Höhepunkt: Seine in Musik, Text, Kostüm und Ausstattung selbst konzipierte Performance von Prince´„Purple Rain“ – jenem Lied, das seine Eltern einst zusammenbrachte und sie nun im Publikum zu Tränen rührte. „Das war unvergesslich“, erinnert er sich und wird kurz still.Die Show wurde mehrere Wochen lang zum Gesprächsthema Nummer eins in den Tageszeitungen, und schließlich lud man die Darsteller ein, sich ins goldene Buch der Stadt einzutragen. Was für eine Geschichte!
Florians Leidenschaft für Mode und Handwerk hat tiefe Wurzeln: Schon als Kind verbrachte er viel Zeit in der Näherei seiner Großeltern, beobachtete und entwickelte ein Gespür für Stoffe und Schnitte. Nach dem Umzug nach Köln 2008 wagte er den Schritt zur eigenen Nähmaschine, brachte sich autodidaktisch viele Techniken bei und löste sich bald von vorgefertigten Schnittmustern. Strasssteine, Accessoires und ausgefallene Materialien wurden zu seinem Markenzeichen. Bald schon wurden die Kostüme ausgefallener und detailverliebter, die Entwürfe mutiger – bis zu sechzig verschiedene Outfits entstanden in relativ kurzer Zeit, nicht nur für die eigenen Shows, sondern auch für andere Travestie-Künstler, Theaterproduktionen und exklusive Privatkunden. Auch Drag Race Germany Teilnehmer gehörten zu Abnehmern seiner Coutûre sowie die Anfrage von Olivia Jones. „Besonders in Erinnerung ist mir ein Auftrag geblieben, wo ich für die Gastgeberin einer Motto-Party einen stilvoll verführerischen Hosenanzug entwerfen sollte“, macht Florian neugierig. „In Rot. Wasserfallausschnitt und funkelnden Glas-Strassschmuck hab ich mir dazu erdacht. Am Ende war´s ein sündig-eleganter Jumpsuit. Und das war schon aufregend – das war eine sehr betuchte Auftraggeberin. Wenn mir da mit den Stoffen ein Fehler unterlaufen wäre oder es ihr nicht gefallen hätte, wäre ich auf meinen Kosten sitzen geblieben. Aber sie war dann glücklich mit allem“, rundet der Hobby-Profi-Gestalter und Musiker die Anekdote ab.

Parallel zu seiner Entwicklung als Designer wurde er auch in den eigenen Bühnennummern immer stärker. Jede Performance präsentierte eine neue Rolle, mit anderer Perücke, neuem Kostüm und liebevoll zusammengetragenen Requisiten. Bekannte Melodien aus Pop und Rock wurden mit eigenen Texten versehen, Kunstinterpretationen von Ikonen wie Tina Turner, Liza Minelli und anderen mit detailgetreu nachgeschneiderten Kostümen verzauberten landauf landab sein Publikum. Denn man ging sogar auf Tournee – von Hannover bis Franken füllten Florian und sein Ensemble die Säle – und das alles neben den bürgerlichen Berufen der Darsteller.
Der Höhepunkt von Florians Karriere war zweifellos der zweitägige Auftritt im Kölner Millowitsch Theater 2022: Die „Vegas-Show“ war binnen Tagen ausverkauft. „Daran denke ich sehr gern zurück“, sinniert der vielfältig Begabte.Seit drei Jahren macht seine Bühnenfigur eine Schaffenspause. Der kreative Prozess kann ein Mysterium sein, Pausen ein Anlauf für Neues. Florians Kostüme in seiner Garderobe und die lebendigen Erzählungen beim Interview ließen die Zeit für ihn wieder aufleben.Und das Unglaubliche geschieht. Auf Nachfrage kann er sich vorstellen, sich bei den etwas glamouröseren Netzwerk-Treffen des top magazin BONN in vollständigem Bühnen-Outfit unter die Gäste zu mischen. Und mehr noch – bis Herbst wird er ein neues Bühnenprogramm mit einem befreundeten Darsteller für eines der top-Events entwickeln.top-Netzwerkpartner dürfen sich also auf einen professionell glitzernden und großartigen künstlerischen Auftritt freuen. Nach einer kreativen Pause kehrt Miranda Lordt nun also exklusiv für das top magazin zurück ins Rampenlicht. Wow!„Der Applaus, zu sehen, dass man Menschen emotional erreichen kann, das vergisst man nie. Darauf freue ich mich, wenn ich das wieder beleben kann“, sagt Florian.Dieser künstlerische Tausendsassa ist ein absoluter Sympathieträger, entspannt und freundlich, bodenständig und Paradiesvogel gleichermaßen.Die Medien sind in der Vergangenheit nicht nur einmal auf ihn aufmerksam geworden –auch die WDR Lokalzeit beleuchtete bereits seine vielen Facetten.Neben der Bühne genießt Florian gemeinsam mit seinem Partner das Leben in Bonn – das Flair der kleinen Innenstadt-Gassen, die Uferpromenade, kulinarische Erlebnisse und inspirierende Theaterbesuche.top bonn freut sich auf Miranda Lordt! Und natürlich Florian selbst!
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